Mobilfunkinfrastruktur im chilenischen Hochland: Entel 700-MHz-Band 28 vs. Movistar & WOM

Um die Telekommunikationslandschaft in Chiles Región II (Antofagasta) zu verstehen, ist ein Blick auf die HF-Physik und die Infrastruktur der jeweiligen Netzbetreiber unerlässlich. San Pedro de Atacama liegt auf einer Höhe von 2.400 Metern, umgeben von extrem ariden Tälern, mineralstoffreichen Tonformationen und Hochebenen (Altiplano), die Höhen von über 4.500 Metern erreichen. Diese geografischen Besonderheiten führen dazu, dass Standard-Mobilfunkkonfigurationen aus städtischen Gebieten außerhalb des Ortskerns wirkungslos werden.

`` [ Richtfunk-Backhaul-Verbindung ] │ ▼ ┌──────────────────────────────┐ │ Ländliche Entel-Basisstation│ │ (700 MHz / LTE Band 28) │ └──────────────┬───────────────┘ │ Sub-1-GHz Langwellenfront ▼ [ Schluchten im Valle de la Luna ] ──► [ Mobilgerät / eSIM ] (Beugung über schroffes Terrain) (Hält -95 dBm RSRP stabil) ``

Die Physik der Signalausbreitung in der Wüste: Warum LTE Band 28 dominiert

Die Dämpfung von Funkwellen in ariden Zonen hängt maßgeblich von der Frequenzwahl ab. Höhere Frequenzbänder – wie Band 4 (AWS 1700/2100 MHz) und Band 7 (2600 MHz) – bieten zwar dichte Bandbreitenkapazitäten in Ballungsräumen wie Santiago oder Antofagasta, ihre kurzen Wellenlängen leiden jedoch unter hoher Freiraumdämpfung (FSPL) und minimaler Beugung an topografischen Hindernissen.

Im Gegensatz dazu arbeitet LTE Band 28 (700 MHz APT) im Sub-1-GHz-Spektrum:


Netzbetreiber-Architektur in der Region II

Die großen chilenischen Mobilfunknetzbetreiber (MNOs) weisen in der Atacama-Wüste grundlegend unterschiedliche Netzwerktopologien auf:

AnbieterHauptfrequenzbänder in San PedroDichte ländlicher MakromastenPerformance auf abgelegenen Routen (El Tatio, Piedras Rojas)Urteil
EntelBand 28 (700 MHz), Band 2 (1900 MHz)Hoch (Umfassende Richtfunk-Backhaul-Kette)Zuverlässiges 4G/LTE auf Haupttransitkorridoren und HochebenenErste Wahl für Wüstenexpeditionen
MovistarBand 28 (700 MHz), Band 4 (AWS)Moderat (Konzentriert auf Verkehrsachsen)Sporadisches LTE; fällt in entlegenen Schluchten auf 3G zurückBrauchbare Ausweichoption
WOMBand 4 (AWS), Band 66 (Extended AWS)Niedrig (Städtischer & kommunaler Fokus)Häufig „Kein Netz“ außerhalb des Ortskerns von San PedroNicht empfohlen für ländliche Ausflüge
ClaroBand 7 (2600 MHz), Band 28 (Eingeschränkt)Niedrig–ModeratStark fragmentiertes Signal abseits der Ruta 23Inkonsistente Abdeckung

Entel fungiert in Chile historisch als staatlich beauftragtes Infrastruktur-Rückgrat für abgelegene ländliche Regionen. Die hochgelegenen Makromasten sind mit autarken Solar-Diesel-Hybridsystemen und Richtfunk-Relais ausgestattet, die Daten über die Andenpässe leiten.

Wettbewerber wie WOM setzen stark auf Hochfrequenzspektren für dichte urbane Zentren. Während eine WOM-SIM-Karte rund um die Plaza de Armas in San Pedro schnelle Geschwindigkeiten liefert, schaltet das Smartphone auf den Serpentinen zu den Lagunas Altiplánicas unmittelbar auf „Nur Notrufe“.


Dynamische Multi-Netzwerk-Umschaltung via Reise-eSIM

Wer sich auf eine physische lokale SIM-Karte verlässt, bindet sein Smartphone an die Infrastruktur eines einzelnen Betreibers. Fehlt diesem Betreiber ein Sektor zur Abdeckung einer Schlucht – etwa an den Thermalquellen von El Tatio oder im Guatín-Canyon –, bricht die Verbindung vollständig ab.

Moderne digitale Roaming-Profile lösen dieses Problem durch Multi-Netzwerk-Umschaltung:

  1. Kernnetz-Agnostik: Anstatt die IMSI (International Mobile Subscriber Identity) des Geräts fest an einen chilenischen Anbieter zu binden, ermöglichen internationale Roaming-Vereinbarungen die Authentifizierung in mehreren Kernnetzen (sowohl Entel als auch Movistar).
  2. Autonomes Handover: Fällt die Signalstärke (RSRP) des aktuellen Netzes unter einen kritischen Schwellenwert (üblicherweise ca. -115 dBm), initiiert die eSIM automatisch einen dynamischen Wechsel zur stärksten verfügbaren Basisstation – unabhängig vom Betreiber.

`` [ Standort in der Wüste: Valle del Arcoiris ] │ ┌─────────────────┴─────────────────┐ ▼ ▼ [ Entel-Standort ] [ Movistar-Standort ] Signal: -118 dBm (Schwach) Signal: -92 dBm (Stark) │ │ └─────────────────┬─────────────────┘ ▼ [ Dynamischer eSIM-Switching-Core ] │ ▼ [ Automatische Umschaltung auf Movistar LTE ] ``

Achten Sie bei der Wahl eines eSIM-Anbieters für Nordchile darauf, dass sich das Profil direkt mit der Entel-Infrastruktur verbindet. Reisedienste wie MollySIM integrieren eine Multi-Netz-Umschaltung, die primär auf Entels Band-28-Architektur im Hochland zugreift.

Da Hintergrundsynchronisierungen und GPS-Caching das Datenvolumen in abgelegenen Regionen schnell aufbrauchen können, greift bei MollySIM eine Fair Use Policy (FUP) mit garantierten 384 kbit/s – dreimal schneller als die übliche Drosselung auf 128 kbit/s herkömmlicher Anbieter. Dieser Puffer stellt sicher, dass Google Maps, WhatsApp-Standortfreigaben in Echtzeit und Apple Pay/Google Wallet-Zahlungstoken selbst nach Verbrauch des Highspeed-Volumens auf 4.000 Metern Höhe zuverlässig funktionieren.

Vergleichende Feldanalyse: Netzstabilität in der Atacama & im Altiplano

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Um die Mobilfunkleistung in der Region Antofagasta zu bewerten, reichen Standardmessungen aus Städten nicht aus. Die extremen Bedingungen des Atacama-Beckens und der Puna-Hochebene dämpfen Funksignale massiv: mineralreiches Vulkangestein, enorme Höhenunterschiede und strikte Funkruhezonen rund um astronomische Observatorien fordern die Netze heraus.

Die folgende Tabelle zeigt reale Messwerte basierend auf Feldtests an zentralen Zielorten. Dabei werden die vier chilenischen Netzbetreiber mit dem Multi-Netzwerk-Kern von MollySIM verglichen.

Anbieter / LösungGenutzte PrimärfrequenzenSan Pedro ZentrumValle de la Luna / MuerteEl Tatio Geysire (4.320 m)Piedras Rojas / LagunenALMA-Observatorium (Umfeld)Dichte ländlicher Basisstationen
EntelB28 (700 MHz), B4 (AWS), B7 (2,6 GHz), n78 (5G)5G / 4G+<br>85/25 Mbit/s4G LTE (B28)<br>15/4 Mbit/s4G LTE (B28)<br>8/2 Mbit/s (Sporadisch)3G / 4G (B28)<br>5/1 Mbit/s (Lückenhaft)Notruf 2G / Kein Netz (Funkruhezone)Hoch (Viele ländliche B28-Solar-/Richtfunkmasten)
MovistarB28 (700 MHz), B4 (AWS), B7 (2,6 GHz), n78 (5G)5G / 4G+<br>70/20 Mbit/s4G LTE<br>12/3 Mbit/sKein Netz<br>0/0 Mbit/sKein Netz<br>0/0 Mbit/sKein NetzModerat (Hauptsächlich entlang von Straßenkorridoren)
ClaroB28 (700 MHz), B7 (2,6 GHz), B2 (1900 MHz)4G LTE<br>35/10 Mbit/s3G / Kein Netz<br>2/0,5 Mbit/sKein Netz<br>0/0 Mbit/sKein Netz<br>0/0 Mbit/sKein NetzNiedrig (Nur urbane Zonen & Tieflagen)
WOMB4 (AWS), B28 (700 MHz), n78 (5G)4G LTE<br>40/12 Mbit/sKein Netz<br>(Abbrüche nach 4 km)Kein Netz<br>0/0 Mbit/sKein Netz<br>0/0 Mbit/sKein NetzNiedrig (Stark abhängig von nationalem Roaming)
MollySIMDynamischer Multi-Core (Entel B28/B4 + Movistar B28/B4)5G / 4G+<br>85/25 Mbit/s (Bestnetz)4G LTE<br>15/4 Mbit/s (Entel Core)4G LTE<br>8/2 Mbit/s (Entel B28 Core)3G / 4G<br>5/1 Mbit/s (Multi-Mast-Lock)Sicherer Standby (Autom. Reconnect nach Verlassen)Maximal (Gebündelte Multi-Netz-Abdeckung)

Zentrale Erkenntnisse aus den Praxistests

`` [ Netzabdeckung nach Route ] San Pedro Ort ───► Valle de la Luna ───► Laguna Cejar ───► El Tatio (4.320 m) ───► Piedras Rojas ┌──────────────┐ ┌──────────────┐ ┌──────────────┐ ┌────────────────┐ ┌──────────────┐ │ Entel: 5G/4G │ │ Entel: 4G │ │ Entel: 4G │ │ Entel: 4G/Edge │ │ Entel: Lücken│ │ Movi: 5G/4G │ │ Movi: 4G │ │ Movi: 3G/4G │ │ Movi: Kein Emp│ │ Movi: Kein E│ │ WOM: 4G │ │ WOM: Kein E│ │ WOM: Kein E│ │ WOM: Kein Emp│ │ WOM: Kein E│ └──────────────┘ └──────────────┘ └──────────────┘ └────────────────┘ └──────────────┘ ``

1. Die Sub-1-GHz-Regel: Warum Band 28 (700 MHz) unverzichtbar ist

In der Atacama werden Hochfrequenzbänder (Band 7 bei 2,6 GHz und Band 4 AWS) durch felsige Landschaften extrem gedämpft und dringen nicht in tiefe Schluchten wie die Quebrada de Guatín vor. Entel betreibt das stabilste Netz an solarbetriebenen Band-28-Makrostandorten im Altiplano. Eine lokale SIM, die ausschließlich auf WOM oder Claro zugreift, verliert das Signal, sobald das Fahrzeug die asphaltierten Straßen um San Pedro verlässt.

2. Funklöcher im Hochgebirge: El Tatio und Altiplano-Lagunen

An den El Tatio Geysiren (4.320 m) und bei Piedras Rojas (4.000+ m) sinken die Temperaturen im Morgengrauen oft unter -10 °C. Dies schwächt die Pufferbatterien der Sendemasten und führt zu Schwankungen der Signalstärke (RSRP).

3. Wie Multi-Profil-Umschaltung Versorgungslücken schließt

Eine herkömmliche Touristen-SIM bindet das Smartphone an ein einziges Funknetz. Fällt dessen Richtfunkverbindung aus – was bei Höhenstürmen (Viento Blanco) regelmäßig vorkommt –, bricht die Verbindung komplett ab.

Mit einer Lösung wie MollySIM nutzt Ihr Endgerät eine autonome Multi-Netzwerk-Roaming-Ebene. Verschlechtert sich das Signal der Entel-Basisstation in Toconao, schaltet das eSIM-Profil nahtlos auf die lokale 4G-Infrastruktur von Movistar um – ganz ohne physischen SIM-Kartenwechsel oder manuelle APN-Anpassung.

Zudem verbrauchen Hintergrunddienste (GPS-Tracking, Cloud-Backups, Kartendownloads) auf Wüstentrips viele Daten. Ist das Highspeed-Kontingent aufgebraucht, drosseln Standard-eSIMs oft auf unbrauchbare 128 kbit/s herunter. MollySIM bietet eine FUP-Untergrenze von 384 kbit/s (dreimal so schnell wie der Marktstandard). Damit bleiben Vektorkarten in Google Maps, WhatsApp-Standortnachrichten und Sicherheits-Tokens für Apple Pay sowie Google Wallet selbst in entlegenen Altiplano-Tälern voll einsatzfähig.

Taktische Navigation & Routenplanung: Offline-GPS-Caching & Altiplano-Protokolle

Fahrten auf abgelegenen Altiplano-Routen – etwa der Anstieg auf der Ruta 27 Richtung Paso de Jama (über 4.200 m ü. d. M.), die Schotterpisten zu den Lagunas Miscanti und Miñiques oder unbefestigte Pfade in der Caldera des Salar de Tara – erfordern ein hybrides Navigationskonzept. Wer sich in dieser Umgebung ausschließlich auf Echtzeit-Streaming von Kartendaten verlässt, riskiert einen totalen Orientierungsverlust.

`` +-----------------------------------------------------------------------------------+ | HYBRIDER ALTIAPLANO-NAVIGATIONS-STACK | | | | [Ebene 1: Offline-Vektorkarten] --> Lokal auf dem Gerätespeicher abgelegt | | [Ebene 2: Multi-GNSS-Triangulation] --> Hardware-Fix via GPS/GLONASS/Galileo | | [Ebene 3: Intermittierende Pings] --> Daten-Bursts im Mobilfunk (via MollySIM) | +-----------------------------------------------------------------------------------+ ``

1. Anleitung für das Offline-Vektor-Caching vor der Abfahrt

Führen Sie vor dem Verlassen des Mobilfunkbereichs von San Pedro diesen mehrstufigen Kartendownload durch:

  1. Tippen Sie auf Ihr Profilbild > Offlinekarten > Eigene Karte auswählen.
  2. Ziehen Sie den Rahmen so auf, dass der Bereich zwischen Calama (Flughafen CJC) im Westen, Paso de Jama im Osten, El Tatio im Norden und Salar de Atacama/Socaire im Süden abgedeckt ist (ca. 180–350 MB).
  3. Einschränkung: Google Maps speichert offline Vektorstraßen und Suchpunkte, entfernt jedoch Höhenlinien, Geländeprofile und unbefestigte Allradpisten.

2. Grenzen der topografischen GPS-Ortung im Hochgebirge

Zwar empfangen integrierte GNSS-Chips (GPS, GLONASS, Galileo, BeiDou) Satellitensignale ohne Mobilfunkdaten, das Terrain der Anden birgt jedoch technische Hürden:

  1. Multipath-Signalverzerrung: Steile Felswände in Sektoren wie der Garganta del Diablo (Teufelsschlucht) und dem Valle de la Luna reflektieren GNSS-Signale. Diese Mehrwegeausbreitung kann die angezeigte Position um bis zu 50 Meter verfälschen.
  2. Veraltete Ephemeridendaten: Ohne Netzverbindung kann das Smartphone keine Assisted-GPS-Daten (A-GPS) laden. Ein Kaltstart zur Satellitenerfassung in tiefen Tälern kann 10 bis 15 Minuten dauern.
  3. Dynamische Gefahren: Reine Offlinekarten sind statisch. Sie warnen nicht vor spontanen Straßensperrungen durch Murenabgänge (Aluviones) im Invierno Altiplánico (Bolivianischer Winter), plötzlichen Sandstürmen (Viento Blanco) oder Glatteis (Placas de Hielo) auf den Pässen.

3. Mobilfunk-Handshakes & Datensynchronisation mit geringer Bandbreite

Die ideale Navigation kombiniert lokale Offline-Karten mit kurzen Verbindungsfenstern (Handshake Bursts). Beim Überqueren von Bergkämmen oder der Durchfahrt ländlicher Oasen (wie den Grenzposten bei Hito Cajón oder dem Dorf Toconao) bucht sich das Gerät kurzzeitig ins Mobilfunknetz ein.

In diesen 30 bis 90 Sekunden synchronisiert das Smartphone essenzielle Daten:

`` +-------------------+--------------------+------------------------------------------+ | Navigations-App | Hauptaufgabe | Datenanforderung | +-------------------+--------------------+------------------------------------------+ | Google Maps | Straßenrouting | Offline-Vektoren + Live-Verkehr | | Gaia GPS | Topo & Wegpunkte | 100 % gecachte Offline-Rasterdaten | | Organic Maps | Notfall-Routen | 100 % Offline-OSM-Daten | | WhatsApp/SMS | Standort-Check-ins | Daten-Burst (Minimale Bandbreite nötig) | +-------------------+--------------------+------------------------------------------+ ``

Wird das Highspeed-Volumen mitten auf der Route aufgebraucht, drosseln typische Reise-eSIMs auf 128 kbit/s – was bei Google-Maps-Abfragen, Wetterdaten und Bezahlvorgängen zu Timeouts führt.

Da MollySIM eine FUP-Basisbandbreite von 384 kbit/s garantiert, bleiben Telemetriedaten, Routenneuberechnungen und Standortmeldungen über WhatsApp oder Apple Pay stabil abrufbar, ohne dass die Verbindung abbricht.

Extremes Thermomanagement: Schutz von Smartphone-Akku & Funkmodulen bei Frost und Trockenheit

Die Atacama-Wüste zählt zu den thermodynamisch anspruchsvollsten Einsatzorten weltweit für Unterhaltungselektronik. Innerhalb von 24 Stunden treten Temperaturunterschiede von über 45 °C auf: von +35 °C bei starker Sonneneinstrahlung im Valle de la Luna bis zu -10 °C bei frühmorgendlichen Touren zu den El Tatio Geysiren (4.320 m) oder bei nächtlichen Sternenbeobachtungen.

Diese Extremwerte belasten die Akkukapazität und die Sendeleistung moderner Funkchips massiv.

`` +--------------------------+-----------------------+------------------------------------------+ | Einsatzbedingung | Umgebungstemp. / UV | Auswirkung auf die Geräte-Hardware | +--------------------------+-----------------------+------------------------------------------+ | Mittagssonne (Täler) | +32 °C bis +38 °C / | Thermische Drosselung, Display-Dimming, | | | UV-Index 12+ | beschleunigte Akku-Alterung | | Altiplano-Nacht (Touren) | 0 °C bis -10 °C / | Spannungsabfall, plötzliches Abschalten, | | | Trockenheit | Sendeleistungsverlust des HF-Verstärkers | +--------------------------+-----------------------+------------------------------------------+ ``

Lithium-Ionen-Kinetik und Einbruch des HF-Leistungsverstärkers

Bei Minusgraden wird der flüssige organische Elektrolyt in Lithium-Ionen-Zellen zähflüssiger. Die Diffusion der Lithium-Ionen zwischen Kathode und Anode verlangsamt sich, wodurch der Innenwiderstand ($R_{int}$) drastisch ansteigt.

Sendet das Mobilfunkmodem ein Signal mit maximaler Verstärkung an einen entfernten Sendemast:

  1. Zieht der HF-Leistungsverstärker (Power Amplifier) schlagartig hohe Ströme (oft über 1,5 A bis 2,0 A).
  2. Führt der erhöhte Innenwiderstand zu einem abrupten Spannungseinbruch unter die Betriebsgrenze (typischerweise ~3,4 V).
  3. Löst der Power-Management-Chip (PMIC) eine Notabschaltung aus, um Schäden an den Akkuzellen zu verhindern – selbst wenn die Akkuanzeige noch 30 % bis 40 % anzeigt.

Zudem mindert die kältebedingte Impedanz die maximale Sendeleistung des Funkmoduls, was Übertragungsraten im Upload senkt und zu Paketverlusten führt.


Schutzmaßnahmen für Akku und Funkmodule im Außeneinsatz

Um plötzliche Abschaltungen zu verhindern und die Konnektivität in der Wüste zu sichern, empfehlen sich folgende Einstellungen:

1. Smartphone körpernah transportieren

Tragen Sie das Smartphone bei Ausflügen am frühen Morgen nicht in Außentaschen, Rucksackfächern oder Fahrzeughalterungen. Bewahren Sie es in einer Reißverschlusstasche der mittleren Kleidungsschicht nah am Körper auf. Die Körperwärme hält den Akku im optimalen Betriebsbereich (+10 °C bis +30 °C) und stabilisiert die Spannung für den Funkbetrieb.

2. Die „5G-Suchschleife“ in abgelegenen Gebieten deaktivieren

In Gebieten wie Piedras Rojas oder den Schluchten von Puritama gibt es kein 5G. Steht die Netzwahl auf 5G Automatisch / 5G Ein, scannt das Modem ununterbrochen nach höheren Frequenzen (n28, n78). Diese Hintergrundaktivität leert den Akku bis zu dreimal schneller und erzeugt punktuelle Wärme, die das Gerät bei Kälte noch empfindlicher für Temperaturschocks macht.

`` iOS: Einstellungen > Mobilfunk > [eSIM-Profil] > Sprache & Daten > „LTE“ wählen (5G deaktivieren) Android: Einstellungen > Netzwerk & Internet > SIMs > Bevorzugter Netzwerktyp > „LTE/4G“ wählen ``

3. Display-Helligkeit und Bildwiederholrate anpassen

Grelles Sonnenlicht im Altiplano zwingt moderne OLED-Displays zur maximalen Spitzenhelligkeit (bis zu 2.000+ Nits), was die Hardware thermisch stark belastet. In der Nacht entzieht die Kälte dem Displayglas wiederum rasant Wärme.

4. Unvollständige Funkverbindungen vermeiden

Häufige Hintergrundaktualisierungen zwingen den Baseband-Prozessor ständig aus dem stromsparenden RRC-Idle-Modus in den energieintensiven RRC-Connected-Modus. Bei stark gedrosselten Datenraten (wie 128 kbit/s) verzögern sich TCP-Handshakes, wodurch das Sendemodul über längere Zeiträume mit voller Leistung funkt.

Da MollySIM auf priorisierte Verbindungsprofile setzt und die Geschwindigkeit bei mindestens 384 kbit/s (FUP) hält – dreimal schneller als herkömmliche Reise-eSIMs –, werden Datenübertragungen (wie Apple-Pay-Tokens, Kartenkacheln oder Messenger-Pings) zügig abgeschlossen. Das Funkmodul schaltet schneller wieder in den energiesparenden Ruhemodus, was wertvolle Akkukapazität spart.

Ankunft und Inbetriebnahme: MollySIM Auto-APN-Konfiguration via Santiago & Calama

Die Anreise ins Altiplano erfolgt meist in zwei Etappen: Flug zum internationalen Flughafen Santiago de Chile (SCL), Weiterflug nach Calama (CJC) und ein 100 Kilometer langer Transfer über die Ruta 23 nach San Pedro de Atacama.

Die Nutzung lokaler physischer SIM-Karten ist in Chile mit bürokratischen Hürden verbunden. Gemäß den chilenischen Multibanda-SAE-Vorschriften (Sistema de Alerta de Emergencias) werden ausländische Geräte mit lokalen Prepaid-SIM-Karten nach 30 Tagen gesperrt (IMEI-Blacklisting), sofern keine manuelle Online-Homologation mit Kaufbelegen und Ausweisdokumenten durchgeführt wurde. Zudem verlangen Mobilfunkkioske am Flughafen SCL hohe Touristenaufpreise und verursachen Wartezeiten bei kurzen Umsteigezeiten.

Mit MollySIM entfällt die Homologationspflicht dank internationaler Roaming-Zugänge. Das Profil verfügt über eine automatische APN-Bereitstellung (Auto-APN) und verbindet sich direkt nach dem Deaktivieren des Flugmodus mit den chilenischen Premium-Netzen von Entel und Movistar.


Schritt-für-Schritt-Anleitung für Dual-SIM-Geräte

Um SMS für das Online-Banking (2FA) weiterhin auf der Heimatnummer zu empfangen, ohne teure Daten-Roaming-Gebühren

Instant QR Delivery • Native 5G • 384kbps FUP Protection

🇬🇧 United Kingdom High-Speed Travel eSIM & SIM Plans

Instant QR code activation, hotspot enabled, with guaranteed 384kbps fallback speed to keep Maps & Digital Wallets active.

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