Die australische Mobilfunklandschaft: Telstra vs. Optus – Frequenzen und Netzabdeckung im Detail

Um die mobile Konnektivität in Australien zu verstehen, muss man hinter die Marketingversprechen blicken und sich die anspruchsvolle Geografie des Kontinents vor Augen führen. Die Landmasse Australiens umfasst rund 7,69 Millionen Quadratkilometer, doch mehr als 85 % der rund 27 Millionen Einwohner leben dicht gedrängt entlang der Küstenstreifen. Diese extreme Kluft zwischen Ballungsräumen und ländlichen Gebieten prägt maßgeblich, wie die beiden dominierenden Mobilfunknetzbetreiber (MNOs) – Telstra und Optus – ihre Infrastruktur planen, aufbauen und betreiben.

Das „1,1 % Bevölkerungsabdeckungs-Märchen“: Landmasse vs. Einwohner

Auf dem Papier und in Werbebroschüren wirkt das Duell der beiden Branchenriesen wie ein Kopf-an-Kopf-Rennen:

Ein Unterschied von 1,1 % mag für internationale Reisende vernachlässigbar klingen. In Australien sind reine Bevölkerungsmetriken jedoch trügerisch. Überträgt man diese 1,1 % Differenz auf die geografische Realität, offenbart sich eine gewaltige Kluft: Telstra deckt über 2,7 Millionen Quadratkilometer ab, während Optus rund 1,65 Millionen Quadratkilometer erreicht.

`` +-------------------------------------------------------------------------------+ | Geografische Abdeckungslücke | | Telstra: [████████████████████████████████████████] ~2,70 Mio. km² | | Optus: [████████████████████████] ~1,65 Mio. km² | | Differenz: >1.000.000 km² Landfläche ohne Optus-Netzabdeckung | +-------------------------------------------------------------------------------+ ``

Diese fehlende Million Quadratkilometer umfasst zentrale Fernstraßen, Bergbaugebiete, bekannte Outback-Routen (wie den Red Centre Way oder die Überquerung der Nullarbor-Ebene), Küsten-Nationalparks und regionale Agrarzentren. Wer sich ausschließlich innerhalb der Metropolen bewegt, bemerkt kaum einen Unterschied. Sobald man jedoch mehr als zwei Stunden aus einer der Hauptstädte herausfährt, wird aus der 1,1-%-Bevölkerungslücke ein massives Funkloch.


Frequenzzuteilung: Band 28 (700 MHz) vs. Band n78 (3,5 GHz)

Die Mobilfunkleistung in Australien hängt stark von bestimmten Funkfrequenzbändern ab, die von der Australian Communications and Media Authority (ACMA) reguliert werden. Für Reisende mit entsperrten, im Ausland gekauften Smartphones entscheiden vor allem zwei Frequenzbänder darüber, ob das Gerät verbunden bleibt:

FrequenzbandBezeichnungPrimärer EinsatzzweckNetzbereitstellung
Band 28 (700 MHz)Low-Band 4G/LTEWeitreichende regionale Abdeckung; GebäudedurchdringungTelstra & Optus (Telstra verfügt über breitere zusammenhängende Frequenzblöcke auf dem Land)
Band 8 (900 MHz)Low-Band LTE/5GSekundäre ländliche Abdeckung und NetzerweiterungOptus (Starker Fokus nach der 3G-Netzabschaltung)
Band 3 (1800 MHz)Mid-Band 4GGrundkapazität in Vororten und GroßstädtenTelstra & Optus
Band n78 (3,5 GHz)Mid-Band „Sub-6“ 5GHohe Kapazitäten und Multi-Gigabit-Durchsatz in InnenstädtenTelstra & Optus (Stadtzentren, Flughäfen, Geschäftsviertel)
Band n258 (26 GHz)mmWave 5GUltra-hohe Kapazität in Stadien und großen VerkehrsknotenpunktenTelstra & Optus (Punktuelle Zonen)

1. Low-Band-Ausbreitung: Band 28 (700 MHz)

Niedrige Funkfrequenzen legen größere Distanzen zurück und durchdringen Hindernisse wie Betonbauten, Eukalyptuswälder und hügeliges Terrain deutlich besser als höhere Frequenzen. Der entscheidende Wettbewerbsvorteil von Telstra außerhalb der Metropolen liegt in einem dichten Netz aus hohen Band-28-Basisstationen. Ein einziger Makromast kann in flachem Gelände Signale über 30 bis 50 Kilometer weit übertragen. Optus nutzt zwar ebenfalls Band 28 und hat nach der 3G-Abschaltung Band 8 (900 MHz) umgewidmet, die Masten stehen auf dem Land jedoch in größerem Abstand zueinander – was auf Fernstraßen zu häufigen Empfangsausfällen führt.

2. Städtische Kapazität: Band n78 (3,5 GHz 5G)

In Metropolen wie Sydney, Melbourne, Brisbane und Perth zählt vor allem die Bandbreite pro Quadratkilometer. Hier setzen beide Anbieter massiv auf Band n78 (3,5 GHz). Optus hat massiv in städtisches Mid-Band-5G investiert und zieht bei den durchschnittlichen Download-Geschwindigkeiten dank lokaler Spektrumsressourcen häufig mit Telstra gleich oder übertrifft den Konkurrenten sogar. Wer sich ausschließlich in Innenstädten, Business Districts und urbanen Vororten aufhält, erhält über das Optus-Netz erstklassiges 5G mit sehr niedrigen Latenzen.


Wholesale-Carrier-Profile & Internationale Roaming-Architektur

Beim Kauf einer internationalen Reise-eSIM erwirbt man in der Regel keinen direkten Endkundentarif von Telstra oder Optus. Stattdessen sichern sich Reise-eSIM-Anbieter Wholesale-Kapazitäten über weltweite Roaming-Vereinbarungen (GSMA-konforme Remote-SIM-Bereitstellung über Tier-1- und Tier-2-Aggregatoren).

Die Routing-Architektur im Hintergrund ist entscheidend für das Nutzungserlebnis vor Ort:

  1. Wholesale-Netzwerkpriorisierung: Tier-1-eSIM-Profile loggen sich direkt im zentralen Funkzugangsnetz (RAN) des primären Netzbetreibers ein. So erhalten sie zuverlässige Verbindungen an Mobilfunkmasten, anstatt auf überlastete, nachrangige virtuelle Kanäle verschoben zu werden.
  2. Datenrouting und Latenz (Local Breakout vs. Regionale Gateways): Günstige Standard-eSIMs leiten australische Datenpakete oft über weit entfernte Server in Hongkong, Singapur oder Europa um, was zu trägen Latenzzeiten von über 250 ms führt. Hochwertige Wholesale-Partnerschaften nutzen lokale Points of Presence (PoPs) oder Local Breakouts für Reaktionszeiten von unter 40 ms.
  3. Fair Use Policy (FUP): Viele Reise-eSIMs drosseln die Geschwindigkeit nach Erreichen des täglichen oder gebuchten Highspeed-Limits auf unbrauchbare 128 kbit/s – eine Geschwindigkeit, bei der moderne SSL-verschlüsselte Apps oft mit einem Timeout abbrechen.

Um Probleme durch unzureichendes Routing zu vermeiden, greifen Premium-Anbieter wie MollySIM direkt auf erstklassige australische Netzprofile zurück und kombinieren diese mit fairen Konditionen. MollySIM bietet unter anderem ein FUP-Geschwindigkeitslimit von 384 kbit/s – das Dreifache des üblichen Branchenstandards von 128 kbit/s. Dadurch bleiben selbst bei aufgebrauchtem Highspeed-Volumen wichtige Apps wie Google Maps Navigation, Uber-Fahrtenvermittlung und Zahlungsdienste wie Apple Pay oder Google Wallet zuverlässig nutzbar.

Praxistests auf typischen Reiserouten: Sydney nach Melbourne, Great Ocean Road, Cairns und Uluru

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Netzabdeckungskarten im Labor sind das eine – der Härtetest von eSIM-Profilen in den unterschiedlichen Landschaften Australiens zeigt, wie sich Telstra und Optus in der Praxis schlagen.

`` +-----------------------------------------------------------------------------+ | AUSTRALIEN ROUTEN-BENCHMARK | | | | Dichte Metropolen (SYD / MEL)================================ [Telstra 5G] | | ================================ [Optus 5G] | | | | Great Ocean Road (B100) ========================== [Telstra 4G B28] | | ================ [Optus bricht in Otways ab] | | | | Daintree / Far North QLD ==================== [Telstra 4G] | | ========= [Optus bricht nördl. d. Fähre ab] | | | | Red Centre / Uluru-Korridore ================ [Telstra 4G Remote-Mast] | | ===== [Optus: Kein Empfang außerhalb d. Orte] | +-----------------------------------------------------------------------------+ ``


1. Ostküsten-Metropolen & Küstenkorridore (Sydney, Melbourne, Gold Coast, Great Ocean Road)

In urbanen Zentren – etwa dem Sydney CBD, den Hochhausvierteln der Gold Coast oder den belebten Straßen Melbournes – bieten sowohl Telstra als auch Optus hervorragende Leistungen. Durch den Ausbau von Mid-Band-5G (3,5 GHz) in diesen Ballungsräumen werden regelmäßig Downloadraten von über 400 Mbit/s erreicht. Optus liegt dank seines dichten städtischen 5G-Netzes in Vororten oft gleichauf mit Telstra oder schneidet punktuell sogar etwas besser ab.

``` GREAT OCEAN ROAD (B100) EMPFANGSPROFIL

Torquay Lorne Apollo Bay Otway-Regenwald 12 Apostel [ 4G/5G ]--[ 4G/5G ]--[ 4G LTE ]--[ FUNKLOCH ]--[ 4G LTE ] ========================================== ============== \ / Telstra (B28 700MHz): Durchgehender Empfang\________________/ Kurzer Abbruch Optus: Bricht 12 km hinter Apollo Bay ab \________________/ Langes Funkloch ```

Sobald man auf regionale Reiserouten wechselt, zeigen sich deutliche Unterschiede:


2. Tropical North Queensland: Cairns, Port Douglas & Daintree-Regenwald

Die Küstenstraße auf dem Captain Cook Highway von Cairns nach Port Douglas bietet bei beiden Betreibern durchgehendes 4G und 5G mit Geschwindigkeiten zwischen 120 und 250 Mbit/s vor der Kulisse des Korallenmeers.

`` DAINTREE RIVER FÄHRÜBERGANG | Port Douglas (Stabiles 4G/5G) | Cape Tribulation (Off-Grid) [Telstra / Optus aktiv] | [Telstra: Punktuell B28 | Optus: Tot] ---------------------------------->|----------------------------------------> Fährüberfahrt ``

Hinter der Kabelfähre über den Daintree River in Richtung Cape Tribulation ändert sich die Lage drastisch:


3. Das Red Centre & Outback: Alice Springs, Kings Canyon und Uluru

Im australischen Wüstenzentrum ist die Wahl des Netzanbieters keine Frage der Geschwindigkeit mehr, sondern ein relevanter Sicherheitsfaktor.

``` RED CENTRE TRANSIT-KORRIDOR

Alice Springs Stuart / Lasseter Hwy Yulara / Uluru [ Volles 4G/5G ] ------------[ Telstra: Sporadisch B28 ]---------- [ 4G Basis ] [ Volles 4G/5G ] ------------[ Optus: KEIN EMPFANG ]---------- [ 3G/4G Ort ] ```


Routen-Performance im Überblick

Route / RegionTelstra EmpfangsnoteOptus EmpfangsnoteWesentlicher Unterschied in der Praxis
Sydney / Melbourne CBDsA+ (Dichtes 5G)A+ (Dichtes 5G)Gleichstand; minimale Latenzunterschiede.
Great Ocean Road (B100)A- (Durchgehend 4G)C+ (Punktuelle Ausfälle)Optus bricht in den Tälern des Otway-Regenwalds komplett ab.
Cairns bis Port DouglasA (Stabiles 4G/5G)A (Stabiles 4G/5G)Zuverlässiges Highspeed-Internet entlang des Captain Cook Highway.
Daintree-Regenwald & NordenB- (Lückenhaftes 4G)F (Kein Netz)Optus bietet nördlich der Daintree-Fähre keinerlei Empfang.
Red Centre (Alice / Uluru)B+ (Roadhouse-Knoten)D (Nur in Ortschaften)Telstra hält über B28 (700 MHz) wichtige Verbindungen auf den Zufahrtsstraßen.

Funklöcher und Datenverbrauch abfedern

Wenn das gebuchte Highspeed-Volumen auf abgelegenen Streckenabschnitten aufgebraucht ist, verschärfen sich Verbindungsprobleme zusätzlich. Standard-Reise-eSIMs, die auf eine branchenübliche Fair Use Policy (FUP) von 128 kbit/s drosseln, laden oft keine Vektorkarten mehr und verweigern digitale Bezahlvorgänge an Tankstellen-Terminals.

Ein Anbieter wie MollySIM schützt davor mit einer 384-kbit/s-FUP-Grenze – dreimal schneller als gewöhnliche Reiseprofile. Selbst wenn das Highspeed-Volumen auf der Fahrt zwischen Alice Springs und dem Kings Canyon verbraucht ist, bleiben die Navigation via Google Maps, Apple Pay / Google Wallet und Messenger-Notdienste einsatzbereit, sobald wieder Kontakt zu einem Sendemast besteht.

Direkter Vergleich: Telstra vs. Optus vs. Reise-eSIM-Infrastruktur

Bei der Wahl der passenden Konnektivitätslösung für Australien gilt es, Reichweite, bürokratischen Aufwand, Gerätesicherheit und Ausfallsicherheit gegeneinander abzuwägen. Lokale Tarife bieten zwar direkten Netzzugang, erfordern jedoch strenge Identitätsprüfungen und bieten keine Redundanz über ein zweites Netz. Eine optimierte Reise-eSIM hingegen trennt das Smartphone von der starren Bindung an einen einzigen Netzanbieter.

Die folgende Übersicht vergleicht die wichtigsten Optionen auf dem australischen Markt:

LeistungsmerkmalTelstra Direct PrepaidOptus Direct PrepaidPhysische SIM am FlughafenMobiler Leih-WLAN-RouterMollySIM Reise-eSIM
Flächenabdeckung (% Bev.)~99,6 % Bev. (~2,7 Mio. km²)~98,5 % Bev. (~1,65 Mio. km²)Variabel (Meist Optus/Vodafone)Gebunden an die eingelegte SIMBis zu 99,6 % (Dynamischer Tier-1-Zugang)
Empfang auf FernstraßenHervorragend (B28 700 MHz dominant)Mäßig (Häufige Funklöcher)Mäßig bis mangelhaftMäßig (Abhängig von Geräteantenne)Hervorragend (Telstra/Optus-Netzstrukturen)
5G-Verfügbarkeit & TempoHoch (C-Band + mmWave in CBDs)Hoch (Starker Ausbau in Städten)Tarifabhängig (Oft gedrosselt)Gedrosselt / Meist nur 4G-LTEUngedrosseltes Highspeed-4G/5G
KYC- / AusweisprüfungStrikt (Reisepass + AU-Adresse)Strikt (Reisepass + manuelle Prüfung)Hoher Aufwand (Warteschlange + Scan)Gering (Kreditkarten-Kaution nötig)Keine Prüfung (Sofortige Aktivierung)
Dual-Netz-RedundanzNein (Fest im Telstra-Netz)Nein (Fest im Optus-Netz)Nein (Nur ein Netzbetreiber)Nein (An eine SIM gebunden)Ja (Automatischer Netzwechsel)
Flughafen-PreisaufschlagModeratModeratHoch (30 %–50 % Aufschlag im Terminal)Hoch (Tagesmiete + Versicherung)Keiner (Digitale Wholesale-Preise)
Verhalten bei DatenendeKomplette Abschaltung / Teurer ZukaufKomplette Abschaltung / Teurer ZukaufAbschaltung / Hohe Kosten pro GBStarke Drosselung (64–128 kbit/s)Durchgehendes 384-kbit/s-FUP-Sicherheitsnetz

Gesamtkosten und der Flughafen-Aufschlag

Der SIM-Kauf nach der Landung an internationalen Drehkreuzen wie Sydney Kingsford Smith (SYD) oder Melbourne Tullamarine (MEL) ist oft mit Zeitverlust und Mehrkosten verbunden. Shops im Terminalbereich (wie Travelex, WHSmith oder Händler-Kioske) verlangen häufig 30 % bis 50 % Aufschlag gegenüber den regulären Preisen, um die hohen Flughafen-Mieten auszugleichen.

Zudem verlangt das australische Telekommunikationsgesetz (Telecommunications Act 1997) für alle lokalen Prepaid-Tarife (Telstra und Optus) eine gesetzlich vorgeschriebene Identitätsprüfung (KYC) vor der Freischaltung. Für Reisende bedeutet das: Anstehen in der Warteschlange, Vorlage des Reisepasses zum Scan über den Document Verification Service (DVS) und Wartezeiten von teils mehreren Stunden auf die behördliche Freigabe. Eine Reise-eSIM umgeht diesen Prozess komplett und lässt sich bereits vor dem Abflug einrichten.

`` [ Klassischer Ablauf: Warteschlange ] ──> [ Physischer KYC-Scan ] ──> [ 30-50 % Aufschlag ] ──> [ Bindung an ein Netz ] [ Digitaler Ablauf (MollySIM) ] ────────> [ QR- / 1-Klick-Setup ] ──> [ Direkte Einwahl ] ──> [ Telstra/Optus-Fallback ] ``


Risiken beim physischen SIM-Karten-Tausch: 2FA-Sperren und Kartenverlust

Die Nutzung physischer Nano-SIM-Karten bringt auf Reisen praktische Nachteile mit sich:

  1. Ausfall von Banking-2FA per SMS: Wird die heimische SIM-Karte entfernt, können keine SMS-Verifizierungscodes (2FA) mehr empfangen werden. Das erschwert die Freigabe von Kreditkartentransaktionen bei Banken (z. B. Sparkasse, DKB, N26 oder Revolut) sowie Buchungsbestätigungen für Flüge oder Mietwagen.
  2. Beschädigung der Hardware: Das Hantieren mit SIM-Nadeln unterwegs birgt das Risiko, die internen Kontaktstifte im Kartenschacht oder die empfindlichen Gummidichtungen zu beschädigen, die für den IP68-Wasserschutz des Smartphones sorgen.
  3. Verlust der Original-SIM: Die winzigen Nano-SIM-Karten (12,3 mm × 8,8 mm) gehen beim Wechseln am Flughafen oder im Mietwagen leicht verloren.

Mit einem eSIM-Profil von MollySIM bleibt das Smartphone im Dual-SIM-Modus. Die heimische SIM bleibt für eingehende 2FA-Nachrichten aktiv, während der mobile Datenverkehr kostengünstig und schnell über das digitale Australien-Profil läuft.


Stromverbrauch: Natives Mobilfunkmodem vs. Akkubelastung durch Pocket-WLAN

Mobile Pocket-WLAN-Router (MiFi) sind auf langen Fahrten durch Australien energetisch ineffizient. Da die Datenübertragung über zwei Funkstrecken erfolgt – erst vom Mobilfunkmast zum Router über LTE und anschließend vom Router zum Smartphone per WLAN (2,4/5 GHz) –, bleibt das WLAN-Modul des Handys dauerhaft aktiv und verhindert das Umschalten in stromsparende Ruhemodi.

`` Pocket-WLAN: Mobilfunkmast ──(Mobilfunk)──> Router ──(Dauer-WLAN)──> Smartphone (WLAN-Modem dauerhaft aktiv: ~25-35 % Mehrverbrauch) Integrierte eSIM: Mobilfunkmast ──(Natives C-DRX)──────────────────────> Smartphone (Optimierter Ruhemodus: ~5-8 % Modem-Overhead) ``

Eine fest integrierte eSIM nutzt hingegen direkt das energiesparende Modem des Smartphones (wie Qualcomm Snapdragon oder Apple A-Serie) und unterstützt Technologien wie Connected Mode Discontinuous Reception (C-DRX). Dies senkt den Energiebedarf der Funkübertragung um bis zu 40 % gegenüber einem dauerhaften WLAN-Hotspot – ein spürbarer Vorteil bei langen Navigationstouren abseits von Lademöglichkeiten.

Sollte das Highspeed-Kontingent auf einer langen Etappe aufgebraucht sein, sorgt das 384-kbit/s-FUP-Sicherheitsnetz von MollySIM dafür, dass Kartennavigation und kontaktlose Zahlungen weiterhin zuverlässig funktionieren, ohne dass sofort ein teures Datenpaket nachgebucht werden muss.

Die KYC-Bürokratie: Australische Ausweisgesetze vs. sofortige MollySIM-Aktivierung

Der Kauf einer Mobilfunkverbindung nach der Ankunft in Australien ist mit bürokratischen Auflagen verbunden. Australien besitzt eines der weltweit strengsten Registrierungsgesetze für Prepaid-Karten, das von der Australian Communications and Media Authority (ACMA) über die Telecommunications (Service Provider – Identity Checks for Prepaid Mobile Carriage Services) Determination überwacht wird.

Diese rechtlichen Rahmenbedingungen sollten Reisende kennen, um Wartezeiten und Verbindungsausfälle nach einem Langstreckenflug zu vermeiden.

`` Lokale SIM vor Ort: Aussteigen ──> Kiosk-Schlange (30-45 Min.) ──> Pass-Scan ──> ACMA-Adressprüfung ──> DVS-Prüfung (Bis 24h Verzögerung) MollySIM Reise-eSIM: Online kaufen ──> QR-Code scannen ──> Flug antreten ──> Landung in Australien ──> Sofortige Netzeinwahl (0 Sekunden) ``

Hürden bei ACMA-Identitätsprüfungen am Flughafen

Nach den Richtlinien der ACMA dürfen australische Netzbetreiber (Telstra, Optus, Vodafone) und deren MVNO-Partner eine Prepaid-SIM-Karte erst freischalten, wenn die Identität des Nutzers über den staatlichen Document Verification Service (DVS) erfolgreich abgeglichen wurde.

Für Reisende an Flughäfen wie Sydney (SYD), Melbourne (MEL), Brisbane (BNE) oder Perth (PER) führt das häufig zu folgenden Problemen:

  1. Warteschlangen an den Terminals: Zu Stoßzeiten bei internationalen Ankünften (vor allem morgens bei Flügen aus Europa und Asien) entstehen an den Schaltern Wartezeiten von 30 bis 60 Minuten.
  2. Scan- und Lesefehler bei Reisepässen: Das Personal oder Selbstbedienungs-Terminals lesen die Passdaten optisch per OCR ein. Bei Sonderzeichen, Umlauten, zweiten Vornamen oder Lesefehlern in der maschinenlesbaren Zone (MRZ) bricht der Prozess oft mit einer Fehlermeldung ab.
  3. Erfordernis einer Wohnadresse: Das System verlangt eine gültige australische Adresse. Bei der Angabe von Hotels oder temporären Ferienunterkünften schlägt die automatische DVS-Prüfung häufig fehl, was eine manuelle Nachbearbeitung erfordert.
  4. Verzögerungen bei der Freischaltung: Schlägt die automatische Prüfung fehl, landet der Vorgang in einer Prüfschleife. Es kann 4 bis 24 Stunden dauern, bis die Karte freigeschaltet wird – Zeit, in der weder Fahrdienste wie Uber gerufen noch Navigations-Apps genutzt werden können.

Vergleich: Lokale australische Prepaid-SIM vs. MollySIM Reise-eSIM

Funktion / PrüfungsschrittLokale Prepaid-SIM (Telstra / Optus Shop)MollySIM Australien Reise-eSIM
Identitätsprüfung (KYC)Pflicht: Reisepass-Scan & ACMA-AbgleichKein KYC / Kein Ausweis-Upload nötig
AdressnachweisAustralische Aufenthaltsadresse zwingendNicht erforderlich
AktivierungszeitpunktAm Flughafenschalter oder nach der AnkunftBequem vor dem Abflug per QR-Code
Zeit bis zum Netzempfang30 Minuten bis zu 24 Stunden (bei DVS-Fehlern)Sofort nach dem Aufsetzen der Räder
Wartezeit am FlughafenJa (oft 30–45
Instant QR Delivery • Native 5G • 384kbps FUP Protection

🇬🇧 United Kingdom High-Speed Travel eSIM & SIM Plans

Instant QR code activation, hotspot enabled, with guaranteed 384kbps fallback speed to keep Maps & Digital Wallets active.

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